Wir beabsichtigen, eine Investition zu tätigen, die sich auf vier Bereiche erstreckt, die in einem System vertikaler Integration miteinander verbunden sind. Gegenstand ist die Einrichtung und Vermarktung von kostengünstigen (low-cost) Häusern in Angola, die auf der innovativen "3D-Bauelemente"-Technik beruhen.
Als grundlegende Investition wird ein Werk zur Herstellung von 3D-Bauelementen errichtet. Dieses ist das Kernstück unseres Projektes und Antriebsmotor der anderen Teile des Vorhabens. Dieses Werk wiederum ist mit zwei in der vertikalen Struktur weiter oben stehenden Firmen verbunden, von denen die eine Gestein abbaut und daraus Splitt herstellt, während die andere Beton produziert. Weiter unten in der Struktur steht eine Baufirma, die für die Errichtung der Wohnhäuser zuständig ist. Es handelt sich also um eine Investition mit einer starken vertikalen Komponente, die die ersten Phasen des Wohnungsbaus umfasst. Dadurch besitzt das Projekt eine große Autonomie, die ein entscheidener Faktor ist, wenn zu niedrigen Kosten produziert werden soll.
Interessant ist auch die Tatsache, die mit dem bei der Produktion der 3D-Bauelemente verwendeten Hauptrohstoff Polystyrol in Verbindung steht. Es handelt sich dabei um einen Kunststoff aus Erdölrückständen, die als Granulat geliefert werden und mit spezieller Ausrüstung in ein festes Material mit der Bezeichnung Polystyrol umgewandelt werden. Da es sich um ein Erdölderivat handelt, kann es in Angola eingekauft werden. So ist der Bezug des wichtigen Rohstoffes von ausländischen Faktoren unabhängig. Dies gilt im Übrigen auch für die anderen Rohstoffe wie Stahldraht, Sand, Zement und Splitt.
Der genannte Rohstoff wird auf dem angolanischen Markt (bei einer Raffinerie) angekauft und durch mechanische Prozesse umgewandelt. Dieser Prozess ist geschlossen und läuft mechanisch über ein als EVG (Entwicklungs- und Verwertungsgesellschaft) bezeichnetes System ab. Dieses System ist mehrstufig und das Rohmaterial wird darin so verarbeitet, dass am Ende Polystyrol entsteht. Der Rohstoff wird in einem geschlossenen Prozess umgewandelt und die Transformation erfolgt durch die genannte Ausrüstung. Endprodukt ist Polystyrol in Platten von vorgegebener Größe.
Nach der Produktion der Polystyrolplatten durchlaufen diese eine zweite Verarbeitungsphase, in welcher sie mit Stahldraht ummantelt werden. Danach können sie auf die Baustelle verbracht werden und bei der Aufstellung der Außen- oder Innenwände verbaut werden. Der Einbau erfolgt über ein Stecksystem. Nach ihrem Einbau im zu errichtenden Haus werden die Platten verputzt und gestrichen.
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